Geschichte des Pokerspiels

Historische Spiele, aus denen sich später das Poker entwickelte

Das Pokerspiel in seinen vielen Variationen entwickelte sich bereits im neunzehnten Jahrhundert zu einem beliebten Gesellschafts- und Glücksspiel. Allerdings fiel es dabei nicht vom Himmel. Es gab mehrere Spiele, welche bereits in früheren Jahrhunderten gespielt wurden, die als Vorläufer des Pokers angesehen werden können. Dabei wurde das erste offizielle Casino übrigens 1638 in Venedig eröffnet.
Heute wird natürlich viel über das Internet gespielt, wo es auf Plattformen wie zum Beispiel Bet365 Bonus Ausschüttungen geben kann und dieses Prinzip, bei außergewöhnlichem Glück einem Spieler noch einen Zusatzgewinn zu geben, war auch schon bei einigen Vorläufern des Pokers bekannt.

Am relevantesten sind hier die Spiele Belle, Fluss und Einunddreißig; Brelan; Pochen und Brag. Es gab bei diesen Spielen natürlich auch wie bei Poker heute sehr viele unterschiedlichen Varianten. Hier werden bloß einmal die grundlegenden Regeln aufgelistet.

Belle, Fluss und Einunddreißig

Hier wurde mit einem 52er französischen Kartensatz gespielt. Es gab drei Potts, in die zu Beginn eines Spiels ein abgemachter Mindesteinsatz von jedem Spieler gezahlt werden musste. Dann wurden die Karten vermischt und ausgeteilt. Jeder Spieler bekam drei Karten, zwei davon verdeckt und eine offen.

Der Spieler mit der höchsten offenen Karte, die „Belle“ genannt wurde – also die Schöne –, bekam sofort den Gewinn aus dem ersten Pott.

Für den zweiten Pott wurden nun die anderen Karten aufgedeckt. Hier gewann nun der Spieler mit dem höchsten „Fluss“. Ein Fluss bezeichnete dabei drei Karten in derselben Farbe. Wenn niemand einen Fluss hatte, so wurde der Pott nicht gelehrt und mit in die nächste Spielrunde genommen.

In der dritten Runde wurde dann Black Jack auf die Zahl 31 gespielt und zwar mit denselben Karten aus den vorherigen Runden. Wer mit seinen Kartenwerten am dichtesten an 31 dran war, gewann den dritten Pott. Man konnte sich auch Karten vom Stapel dazukaufen, aber sobald man über die 31 hinauskam, hatte man das Spiel verloren.

Beim diesem Spiel konnte man also noch nicht den Einsatz erhöhen oder aus dem Spiel aussteigen, wenn man ein schlechtes Blatt hatte, und es gab nur den Fluss als Kartenkombination. Dies ist also ein noch ziemlich primitiver Vorläufer des Pokers anzusehen.

Brelan

Brelan wurde mit einem 32er französischem Kartenset gespielt. Dabei wurden bei fünf Spielern standardmäßig die 7er und 10er aussortiert, bei vier Spielern auch noch die Buben und bei drei Spielern sogar noch die Damen.

Beim Brelan gab es nur einen Pott, in welchen jeder Spieler zu Beginn eine Münze zahlte, allerdings konnte man den Einsatz bereits in dieser Phase erhöhen, noch bevor die Karten ausgeteilt wurden. Wem es zu teuer wurde, der konnte in dieser Phase auch schon bereits aussteigen.

Dann wurden die Karten gemischt und jeder Spieler bekam genau drei Stück zugeteilt. Nun wurde noch eine zusätzliche Karte aufgedeckt. Diese Karte legte nun eine Farbe fest, die als Retourne bezeichnet wurde.

Nachdem die Karten ausgeteilt worden waren, wurde nun „gepokert“, das heißt, es gab eine Runde mit Setzen, Mitgehen, Erhöhen oder Aussteigen. Am Ende wurden die Hände aufgedeckt und der Gewinner bekam den Pott.
Allerdings war es hier relativ schwer, die richtige Kombination zu bekommen. Man musste nämlich einen Brelan erreichen. Der Brélan Carré war ein Vierling und das höchstmögliche Blatt. Als Vierling hatte er natürlich die Farbe der Retourne automatisch mit dabei. Der einfache Brelan war ein Drilling und war das zweithöchste Blatt. Der Brélan Favori war ebenfalls ein Drilling, allerdings mit einer Karte in Farbe der Retourne. Merkwürdigerweise wurde der Drilling mit Retourne niedriger gewertet als ein Drilling ohne Retourne.

Es gab bloß diese drei Kombinationen. Sollte kein Spieler eine davon auf der Hand haben, so wurden die Punkte der Karten zusammengezählt und der Spieler mit der höchsten Summe gewann. Die Zahlkarten hatten den aufgedruckten Wert, Bildkarten gaben 10 Punkte und das Ass zählte 11 Punkte.

Pochen

Das Spiel Pochen wurde bereits im fünfzehnten Jahrhundert in Straßburg gespielt. Von seinem Namen leitet sich auch die heutige Bezeichnung für Poker ab, denn Pochen heißt auf Französisch „poque“, was vom Klang her schon sehr dicht am Poker liegt. Es muss im Grunde genommen bloß noch ein „r“ hinzugefügt werden.

Für Pochen musste ein spezieller Tisch im Casino aufgestellt werden oder man verwendete ein spezielles Spielbrett, in welchem sich neun Mulden befanden. In diese Mulden legte man seine Einsätze. Es gab außen acht Mulden am Spieltischrand und eine einzelne Vertiefung in der Mitte des Tisches.
Dabei war von vornherein klar zugeordnet, welche Karte oder Kartenkombination den Einsatz in einer Mulde gewinnen konnte. Es gab je eine Mulde für das Ass, den König, die Dame, den Buben, die 10, die Folge 7-8-9, die „Hochzeit“ (König und Dame gemeinsam), und den Joker. Bloß die Mulde in der Mitte des Tisches oder Brettes konnte nicht direkt durch das Besitzen einer bestimmten Karte oder Kartenkombination gewonnen werden, sondern musste „erpokert“ werden.

Aber sehen Sie selbst die Regeln:

Zu Beginn des Spiels wurden die Karten gemischt und ausgeteilt, außerdem legte jeder Spieler schon mal eine Spielmünze in jede Mulde. Es gab also einen Mindesteinsatz von neun Münzen pro Spiel. Jeder Spieler bekam fünf Karten auf die Hand. Nach dem Austeilen wurde noch eine weitere Karte vom Stapel genommen und offen vorgezeigt. Diese bestimmte dann die gewinnende Trumpf-Farbe, wie es auch heute noch von einigen Kartenspielen her bekannt sein dürfte.

poker

In der ersten Phase des Spiels zeigten die Spieler also einfach reihum ihre Karten vor, mit denen sie den Inhalt einer bestimmten Mulde gewinnen konnten. Es galten dabei bloß Karten in der Trumpf-Farbe. Wenn also jemand einen Trumpf-König vorzeigen konnte, so bekam er die Einsätze aus der entsprechenden Mulde im Tisch. Sollte dabei eine Mulde in dieser Runde nicht geleert werden können, so blieben die Einsätze liegen und erhöhten sich dann in der nächsten Runde.

Die zweite Phase des Spiels wurde schon spannender. Hier wurde jetzt nämlich um den Einsatz in der mittleren Mulde des Tisches „gepokert“. Die Wertung der Kartenkombinationen auf der Hand entspracht dabei den gängigen Pokerregeln von heute, hier aber noch ohne Flush und Straße.
Es begann der Spieler, der links vom Kartengeber saß. Er konnte jetzt den Einsatz in die mittlere Mulde erhöhen, wobei auch bluffen erlaubt war. Reihum waren jetzt die anderen Spieler dran. Sie konnten mitgehen, erhöhen oder aussteigen. Zu guter Letzt wurde aufgedeckt und der Gewinner bekam die Münzen aus der mittleren Mulde. Hatte er geblufft, natürlich nicht. Sollten aber alle anderen Spieler ausgestiegen sein, so konnte er wie beim Poker auch den Gewinn einkassieren, ohne seine Karten vorzeigen zu müssen.

Dann gab es noch eine dritte Phase. Hier wurden jetzt die Karten von der Hand gespielt. Dabei begann der Sieger aus der „Pokerrunde“. Er musste mit einer Sieben oder einem Ass beginnen. Hatte er nichts davon auf der Hand, so begann der nächste Spieler links von ihm. Jetzt ging es darum, die Reihe in der vorgegebenen Farbe vollständig auf den Tisch zu bekommen. Es konnte von der Sieben aufwärts oder vom Ass abwärtsgehen. Wer keine Karte legen konnte, setzte aus. Wurde eine Reihe abgeschlossen oder konnte wegen mangelnder Karten nicht fortgesetzte werden, so wurde eine neue Reihe begonnen. Diese musste in dieselbe Richtung gelegt werden wie die vorherige. Auf diese Weise wurde immer weitergespielt, bis ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hatte. Dieser bekam dann von den anderen Spielern je eine Münze pro Karte, die sie noch auf der Hand hatten. Das war für ihn dann ein zusätzlicher Gewinn, ähnlich wie bei einem Bet365 Bonus im Internet heute.

Das Spiel hatte also drei Phasen mit unterschiedlichen Regeln. Bloß die mittlere Phase gleicht wirklich dem Pokerspiel. Wahrscheinlich wurde diese Phase als die mit am Abstand interessanteste empfunden und zu einem ganz eigenen Spiel weiterentwickelt.

Brag

Genau wie Pochen wurde Brag in drei Phasen gespielt. Die Karten und ihre Wertigkeit glichen dabei den Regeln von Pochen. Der Unterschied war bloß, dass es hier keine Trumpf-Farbe gab und dass das Caro-Ass als die höchste Karte im Spiel angesehen wurde. Es gab dann noch unterschiedliche Sonderregelungen, was die Verwendung von Jokern anging. Dies waren aber keine speziellen Joker-Karten, sondern reguläre Karten, denen die Joker-Eigenschaft zugesprochen wurde. So konnte zum Beispiel der Kreuz-Bube als Joker gelten und jede beliebige andere Karte ersetzen.

Entsprechend der Phasen gab es hier drei Pötte. Der Einsatz zu Beginn des Spiels war eine Münze pro Pott von jedem Spieler. Die Karten wurden gemischt und verteilt. Jeder Spieler bekam hier nur drei Karten. Zwei davon waren verdeckt und eine offen.

Den ersten Pott gewann nun der Spieler, der die höchste offene Karte vor sich liegen hatte. Farben wurden dabei ignoriert (mit Ausnahme des Caro-Asses, wie oben erwähnt). Hatten mehrere Spieler gleichwertige Karten, so gewann der Spieler, der dichter am Kartengeber saß.

Um den zweiten Pott wurde jetzt „gepokert“. Hier ging es jetzt auch darum, das beste Blatt zu haben oder eben um zu bluffen, sodass die anderen aussteigen und man trotz schlechten Blattes gewinnen konnte.
Anerkannte Blätter beim Brag waren Drilling, Running Flush – bestehend aus drei aufeinanderfolgenden Karten derselben Farbe, wobei das Ass auch als kleinste Karte unter der 2 verwendet werden durfte, Lauf – drei aufeinanderfolgende Karten in unterschiedlichen Farben, Flush – drei Karten derselben Farbe, Zwillinge.
Sollte niemand eines dieser Blätter auf der Hand haben, so wurde nach der höchsten Karte geschaut.

Gesetzt wurde beim zweiten Pott eigentlich schon nach heutigen Pokerregeln. Der Unterschied lag bloß darin, dass ewig weiter geboten werden durfte, solange jemand noch bereit war, zu erhöhen.

Nachdem das höchste Blatt in der zweiten Runde gesiegt hatte, begann die dritte Runde. Hier wurde nun im Grunde genommen Black Jack gespielt, auch immer noch mit den Karten, die man seit der ersten Runde auf der Hand hatte. Die zu erreichende Zahl war hier die 31. Die Punktewertung der Karten war dabei schon so wie beim heutigen Black Jack. Man konnte sich auch neue Karten vom Stapel dazukaufen, um dichter an die 31 heranzukommen. Hatte man diese aber überschritten, so war man sofort aus dem Spiel ausgeschieden.

Sollte ein unwahrscheinlich glücklicher Spieler alle drei Potts am Stück gewinnen, so mussten ihm die anderen Spieler sogar noch eine kleine Sonderzahlung dazugeben. So ein Glückstreffer würde heute im Internet Casino bestimmt einen Bet365 Bonus auslösen.